Gewalt Nervt Gewaltig GNG

„Gewalt Nervt Gewaltig“

Ein Projekt zur Bearbeitung von Gewaltproblematiken insbesondere bei jüngeren Kindern.

Entwickelt von: Bianca Weiers, Nordlicht e.V.

 

Anmeldeformular zu “GewaltNervtGewaltig!”

Koordination: Bianca Weiers

  • Telefon: 0176 – 705 934 53
  • E-Mail: bweiers @ nordlicht-ev.de

Aktuelle Termine:

Ort:

Start der Gruppe:

Ansprechpartner:

Nord

27.09.2016 – 27.12.2016

Bianca Weiers

Telefon: 0176 / 70 59 34 53

E-Mail: bweiers@nordlicht-ev.de

Billstedt

Herbst 2016

Kathrin Rothmann

Telefon: 0176 / 70 99 02 15

E-Mail: krothmann@nordlicht-ev.de

Eimsbüttel

Herbst 2015

Kerstin Held

Telefon: 0176 / 62 61 29 98

E-Mail: kheld@nordlicht-ev.de

 

Das Projekt „Gewalt Nervt Gewaltig“ richtet sich an Jungen und Mädchen im Alter von 10 – 12 Jahren. Die Kurse finden in gemischten Gruppen statt und erstrecken sich über eine Dauer von 12 Wochen. Es findet ein Treffen in der Woche für je 1,5 Stunden statt.

Darüber hinaus wird im Anschluss an jede Sitzung ein 30- minütiges Treffen mit den Eltern abgehalten, sowie im Verlauf des Kurses 2 Elternabende organisiert. Die Teilnahme der Eltern am Elterntraining ist verpflichtend.

In erster Linie geht es darum, mit den Kindern spielerisch das Thema Gewalt in all seinen Erscheinungsformen zu bearbeiten und sie für die Wahrnehmung von Gewalt zu sensibilisieren. Ihnen werden Handlungsalternativen aufgezeigt und ein adäquater Umgang mit Wut und Aggressionen vermittelt.

In den einzelnen Blöcken werden folgende Themen bearbeitet:

  • Verbale, körperliche und psychische Gewalt (und ihre Auswirkungen)
  • Empathie/ Vermittlung der Opferperspektive
  • Kritikfähigkeit
  • Durchsetzungsvermögen
  • Angst
  • Selbstbewusstsein/ Vertrauen
  • Kooperation

Zu jedem Thema werden verschiedene Spiele und Übungen durchgeführt. Alle Übungen werden mit den Kindern im Anschluss besprochen und ausgewertet um so einen Transfer ins alltägliche Leben herzustellen. Der Kurs beinhaltet Bewegungsspiele, Interaktionsspiele, Kooperationsspiele, Selbsterfahrungs- und Rollenspiele, sowie diverse kreative Übungen.

Mit dem Thema „Kooperation“ sind Kooperationsspiele gemeint, die das Wir-Gefühl innerhalb der Gruppe stärken sollen. Die Kinder sollen lernen, dass nicht immer alles im Alleingang zu lösen ist. Durch die Auseinandersetzung mit Gleichaltrigen soll ihre Kompromissbereitschaft geschult werden und sie sollen spüren, dass das Einlassen auf sein Gegenüber nicht immer gleich ein Zeichen der Schwäche ist.

In einer Sitzung wird ein externer Besucher eingeladen. Derzeit arbeiten wir mit einem Arzt des UKE zusammen der innerhalb dieser 2 Stunden über die Folgen von Gewalt aus seiner Praxis berichtet und mit den Kindern verschiedene, praktische Übungen macht.

Zum Abschluss des Kurses werden gemeinsam mit den Kindern Vereinbarungen für den „Klimaschutz“ getroffen. Es werden Regeln für einen positiveren Umgang miteinander erstellt und darüber gesprochen wie in Zukunft mit Konflikten umgegangen werden soll.

Elterntraining

Maßgeblich entscheidend für das Gelingen des Projektes und eine positive Erweiterung des Verhaltensrepertoires der Kinder ist die Mitarbeit der Eltern. Sie sind in besonderer Weise gefragt die TrainerInnen zu unterstützen und verschiedene Lerninhalte mit den Kindern zuhause einzuüben, sowie ihr eigenes Erziehungsverhalten stetig zu überprüfen und ggf. zu verändern. Hierfür erfolgt von Woche zu Woche eine Anleitung durch die TrainerInnen, die der Vermittlung von Übungen und dem Austausch untereinander dient. Das Treffen der Eltern baut inhaltlich auf die jeweilige Kurssitzung auf. Voraussetzung für die Teilnahme an GNG ist, dass ein Elternteil sowohl kontinuierlich das Elterntraining und als auch die Elternabende besucht.

Ziel der Eltern Mitarbeit soll eine Verbesserung der Eltern – Kind Interaktion sein. Eltern sollen sich wieder handlungsfähig und konstruktiv in der Gestaltung der Beziehung zu ihrem Kind erleben können.

Themen des Eltertrainings werden unter anderem sein:

  • Üben einer wertschätzende Grundhaltung
  • Lobkultur initiieren
  • Den Blick für die positive Seite und die Ressourcen des Kindes stärken
  • Ritualisierte Entspannung
  • Positive und negative Konsequenzen
  • Feedback geben: Schaffen einer positive Atmosphäre
  • Selbstbewusstsein des Kindes stärken
  • Gefühle und Gedanken des Kindes: positives Selbstbild des Kindes fördern
  • Kommunikationsregeln und verstehendes Zuhören
  • soziale Kompetenzen unterstützen und fördern

Stimmen von Eltern nach dem Training:

„Zu Hause wurde es besser.“

„Wir haben mehr Freude zusammen.“

„Unser Sohn kann sich im Stress besser runterfahren.“

„Es sind die kleinen Situationen, die mir jetzt auf einmal auffallen.“

„Er ist ruhiger geworden.“

„Ich bin auch ruhiger geworden.“

„Unser Sohn kann seine Gedanken und Gefühle besser ausdrücken.“

„Wir sind entspannter.“

„Wir gehen anders mit den Situationen um und haben einen anderen Blickwinkel darauf.“

„Die Schule ist auf dem positiven Weg bei ihm.“

„Ich sehe mein Kind positiver.“

„Sie ist freundlicher zu mir und zu anderen geworden.“

„Ich gehe nicht mehr so schnell in die Luft.“

„Wir führen mehr Gespräche. Und: erst denken, dann reden!“