Lebensgemeinschaft Alt-Rahlstedt

Sozialpädagogische Lebensgemeinschaft Alt-Rahlstedt


 

Oliver Zielke-Calas & Andrea Calas                                                Hamburg, August 2013
Buchwaldstrasse 23
22143 Hamburg
Tel. 040-24 31 19
Fax 040-66 93 08 90
zielkecalas@aol.com

 

Konzept

Inhalt

  1. Trägerschaft
  2. Zielgruppe
  3. Angebote und Ziele
  4. Betreuung und Betreuer
  5. Wohnsituation
  6. Umgebung und soziales Umfeld
  7. Aufnahmen

1. Trägerschaft

Träger der Lebensgemeinschaft ist der Hamburger Jugendhilfeverein Nordlicht e.V.
Dieser ist zuständig für die Besetzung der Lebensgemeinschaft und Ansprechpartner in pädagogischen und rechtlichen Fragen.
Des Weiteren stellt Nordlicht e.V. Mitarbeiter für eine externe Supervision zur Verfügung und ist für die Qualitätssicherung verantwortlich.

 

2. Zielgruppe

Unser Angebot richtet sich an Kinder bis 16 Jahre, in Ausnahmefällen darüber hinaus, wenn es der Entwicklungsstand, oder die persönliche Situation entsprechend ist, eine Betreuung gem. §§ 27/34 SGB VIII in Anspruch nehmen können.
Es können grundsätzlich alle Kinder /Jugendlichen aufgenommen werden, die in ihrem Elternhaus nicht die Pflege und Erziehung erhalten, die für ihre Entwicklung notwendig ist.
Wir stehen auch zur Verfügung für eine übergangsweise Unterbringung von Kindern/Jugendlichen, sowie von minderjährigen, unbegleiteten Flüchtlingen (MuF´s).

 

3. Angebote und Ziele

Unsere Lebensgemeinschaft besteht seit Juni 2000.  Wir bieten geregelte Strukturen und stabile, belastbare Beziehungen.
Die Kinder/Jugendlichen erfahren Halt und Orientierung.
Persönliche Bedürfnisse werden berücksichtigt, jeder Einzelne wird in der Gruppe individuell, seinem Hintergrund entsprechend, betreut.
Wir begegnen den Kindern/Jugendlichen mit Aufmerksamkeit, Verbindlichkeit und Wertschätzung. Sie sollen sich sicher und geborgen fühlen.
Ziel ist es, die Kinder/Jugendlichen zu selbstständigen, selbstbewussten und gesunden, lebensfrohen Menschen zu erziehen.
Die Kinder/Jugendlichen erleben Verlässlichkeit und Routine, feste Regeln und Grenzen, aber auch persönliche Freiheiten und Gestaltungsräume je nach Alter und Entwicklungsstand.

 

Wir achten darauf, unsere Beziehung zu den Kindern/Jugendlichen zu benennen und zu klären.
Trotz emotionaler Nähe behalten wir eine professionelle Distanz, um ihnen eine eigene Identitätsentwicklung und eine Auseinandersetzung mit ihrer Herkunftsfamilie zu ermöglichen.
Selbstverständlich fördern wir, wenn möglich, den Kontakt zur Herkunftsfamilie.
Auch die Eltern unterstützen wir bei der Beziehungsgestaltung und stehen für Gespräche zur Verfügung.

Unser primäres Ziel ist es, die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder/Jugendlichen so zu fördern und zu unterstützen, dass sie auf eine eigenständige Lebensführung vorbereitet werden. Dazu gehören die Entwicklung individueller und sozialer Kompetenzen und das Erlangen von Kontakt-, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit.
Fähigkeiten und Wertvorstellungen, die ihnen persönliche Zufriedenheit und Akzeptanz im sozialen Umfeld ermöglichen, sollen gestärkt werden.
Die Bedeutung von Werten und Normen können durch modellhaftes Vorleben und persönliche Authentizität vermittelt werden.
In diesem Zusammenhang ist es uns wichtig, dass einer von uns neben der Betreuung der Lebensgemeinschaft in anderen pädagogischen Bereichen tätig ist.
So bekommen die Kinder/Jugendlichen auch ein Bild von Arbeit präsentiert, dass dem gesellschaftlich üblichen entspricht.

Die Kinder/Jugendlichen werden ihrem Alter und Entwicklungsstand entsprechend in Entscheidungsprozesse einbezogen und an verschiedene Alltagsaufgaben herangeführt.
Im Vordergrund stehen immer ihre persönlichen Stärken und Ressourcen.
Individuelle Ziele ergeben sich aus den Besonderheiten und eventuellen Auffälligkeiten, oder Stärken der Kinder und aus dem Bedarf, der auf Hilfekonferenzen festgestellt wird.

4. Betreuung und Betreuer

Die Kinder werden in unserer Lebensgemeinschaft rund um die Uhr und rund ums Jahr betreut.
Die Betreuung beinhaltet die Aufsicht und Versorgung, Freizeitgestaltung, gesundheitliche Vorsorge und Versorgung, Kontakte zur Herkunftsfamilie, Schule, Kindergarten, Vereinen.

Wir Betreiber der Lebensgemeinschaft sind Oliver Zielke-Calas, geb. 1962 und Andrea Calas, geb.1964.
Beide sind wir Sozialpädagogen und haben langjährige Berufserfahrung in verschiedenen Arbeitsfeldern.
Unser Sohn Vincent, geb. 1997, lebt mit uns im Haus.
Andrea Calas hat Erfahrungen in der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen und Kindern.
Sie arbeitet halbtags für die Stiftung eines Kinderkrankenhauses und berät Kinder, Jugendliche und Familien bei der Bewältigung von besonders belastenden Situationen.
Sie hat eine Ausbildung zur systemischen Beraterin.

Oliver Zielke-Calas hat vor dem Erwerb seiner pädagogischen Qualifikationen eine Ausbildung zum Elektroniker absolviert.
Er verfügt über langjährige Berufserfahrung in der Kinder- und Jugendhilfe, sowie in der Familienhilfe und in der Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher.

Beide haben wir in unserer beruflichen Laufbahn an diversen Fortbildungen teilgenommen und sind bei dem Jugendhilfeträger Nordlicht e.V. unterstützend tätig.
Unser Team wird durch pädagogische Honorarkräfte ergänzt. Mit ihrer Hilfe können besondere Aktionen stattfinden und individuelle Förderangebote verfolgt werden.
Wichtig sind außerdem der gemeinsame fachliche Austausch und die Reflexion der pädagogischen Arbeit.
Regelmäßige Supervision ist selbstverständliche Grundlage der Arbeit.

5. Wohnsituation

Wir wohnen zur Miete in einem 1905 erbauten, dreistöckigen Haus in Alt-Rahlstedt mit ca. 240 Quadratmetern Wohnfläche.
Das Haus ist von einem 1300 Quadratmeter großen Garten umgeben, der komplett umzäunt ist.
Es gibt insgesamt neun Zimmer, in jeder Etage also drei, sowie drei Bäder und eine Gästetoilette.
Im ausgebauten Dachgeschoss ist Platz für 3 Kinder bzw. Jugendliche, die jeweils ein eigenes Zimmer haben und gemeinsam ein Badezimmer nutzen.
Im Mittelgeschoss gibt es ein Zimmer, das für sich abgeschlossen ist und ein eigenes Bad hat.
Außerdem befinden sich dort unser Schlafzimmer, das Kinderzimmer unseres Sohnes und ein weiteres Badezimmer.
Im Erdgeschoss ist ein Wintergarten, den wir zum Essen, Spielen, Hausaufgaben etc. nutzen. Daneben gibt es noch zwei weitere Gemeinschaftsräume, die durch ihre unterschiedliche Gestaltung zu verschiedenen Tätigkeiten einladen.
Die Kinder/Jugendlichen können spielen,  Musik hören, Kickern, Flippern oder es sich auf dem Sofa gemütlich machen etc.

6. Umgebung und soziales Umfeld

Alt-Rahlstedt ist ein ruhiger Stadtteil mit viel Grün und von diversen Naturschutzgebieten umgeben. Der Stadtteil besteht zum größten Teil aus Einzelhäusern mit Garten.
In der näheren Umgebung gibt es eine Grundschule, alle möglichen weiterführenden Schulen, sowie Kindergärten und Spielplätze.
Der Bahnhof Rahlstedt, diverse öffentliche Einrichtungen, Sportvereine und ein Einkaufszentrum sind zehn Minuten entfernt.
In der Nachbarschaft leben einige Familien mit Kindern. Unsere direkten Nachbarn sind unsere Vermieter, die unser Projekt unterstützen.

7. Aufnahmen

Unsere Lebensgemeinschaft ist familienanalog gestaltet. Wir haben Platz für vier Kinder/Jugendliche.
Dabei sind Alter und die individuelle Problematik erstmal unerheblich.
Familienarbeit mit den Herkunftsfamilien ist Bestandteil unserer Arbeit.
Gern nehmen wir auch ein Kind/Jugendlichen mit Behinderung bei uns auf, sofern dieses bei unseren räumlichen Bedingungen möglich ist.
Das Alter spielt für uns als Aufnahmekriterium eine untergeordnete Rolle.
Wichtiger ist die Bereitschaft, sich auf uns einzulassen und sich mit den Bedingungen hier zu arrangieren.