Lebensgemeinschaft Alt-Rahlstedt

Freiplatzmeldung: Für ein Kind / eine Jugendliche
Die SPLG Zielke-Calas liegt in Hamburg Rahlstedt.
In der SPLG lebt ein Ehepaar (49 , 47 ) mit einem leiblichen Sohn ( 13 )
4 Zimmer stehen für öffentliche Erziehung zur Verfügung. Davon sind 4 Plätze durch 2 Mädchen und 2 Jungen ( 17, 16, 12, 12 ) besetzt.

Inhalt:

  1. Trägerschaft
  2. Zielgruppe
  3. Angebote und Ziele
  4. Betreuung und Betreuer
  5. Wohnsituation
  6. Umgebung und soziales Umfeld
  7. Aufnahmen

1. Trägerschaft

Träger der Lebensgemeinschaft ist der Hamburger Jugendhilfeverein Nordlicht e.V.

Dieser ist zuständig für die Besetzung der Lebensgemeinschaft und Ansprechpartner in pädagogischen und rechtlichen Fragen. Des Weiteren stellt Nordlicht e.V. Mitarbeiter für eine externe Supervision zur Verfügung und ist für die Qualitätssicherung verantwortlich.


2. Zielgruppe

Unser Angebot richtet sich an Kinder bis 16 Jahre, die eine Betreuung gem. § 34 KJHG in Anspruch nehmen können.
Es können grundsätzlich alle Kinder /Jugendlichen aufgenommen werden, die in ihrem Elternhaus nicht die Pflege und Erziehung erhalten, die für ihre Entwicklung notwendig ist. Hierbei ist vorrangig an Kinder gedacht, bei denen eine langfristige (mindestens zwei Jahre) Jugendhilfemaßnahme voraussehbar ist.


3. Angebote und Ziele

Unsere Lebensgemeinschaft besteht seit Juni 2000. Seitdem leben wir mit unserem Sohn Vincent (8,5 J.), und den Geschwistern Michele (9,5 J.), Monique (8 J.) und Miriam (7 J.) zusammen.


Wir sind eine auf Dauer angelegte Lebensgemeinschaft mit familiärer Struktur. Das Alltagsleben ähnelt dem Leben in einer großen Familie. Wir bieten geregelte Strukturen und stabile und belastbare Beziehungen.


Wir begegnen den Kindern mit Aufmerksamkeit, Verbindlichkeit und Wertschätzung. Sie sollen sich sicher und geborgen fühlen. Ziel ist es, die Kinder zu selbstständigen, selbstbewussten und gesunden, lebensfrohen Menschen zu erziehen.

Der Alltag läuft in der Regel nach wiederkehrenden Abläufen ab, der sich an äußeren Gegebenheiten wie Schule, Kindergarten, Freizeitplänen und unseren persönlichen Interessen orientiert. Die Kinder erleben Verlässlichkeit und Routine, feste Regeln und Grenzen, aber auch persönliche Freiheiten und Gestaltungsräume je nach Alter und Entwicklungsstand. Die Kinder nehmen überwiegend an unserem persönlichen Familienleben teil. Unsere Familien akzeptieren und schätzen unseren Lebensentwurf und beziehen alle Kinder aktiv mit ein. Das heißt auch, dass wir die Jahresfeste wie z.B. Weihnachten und Ostern, aber auch Geburtstage im weiteren Familienkreis feiern, wodurch die Kinder Wertschätzung erfahren und Lernmodelle bekommen.

Wir achten darauf, unsere Beziehung zu den Kindern zu benennen und zu klären. Trotz emotionaler Nähe behalten wir eine professionelle Distanz, um den Kindern eine eigene Identitätsentwicklung und eine Auseinandersetzung mit ihrer Herkunftsfamilie zu ermöglichen.

Selbstverständlich fördern wir, wenn möglich, den Kontakt zur Herkunftsfamilie der Kinder. Auch die Eltern unterstützen wir bei der Beziehungsgestaltung und stehen für Gespräche zur Verfügung.


Unser primäres Ziel ist es, die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder so zu fördern und zu unterstützen, dass sie auf eine eigenständige Lebensführung vorbereitet werden.

Dazu gehören die Entwicklung individueller und sozialer Kompetenzen und das Erlangen von Kontakt-, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit. Fähigkeiten und Wertvorstellungen, die den Kindern persönliche Zufriedenheit und Akzeptanz im sozialen Umfeld ermöglichen, sollen gestärkt werden. Die Bedeutung von Werten und Normen können durch modellhaftes Vorleben und persönliche Authentizität vermittelt werden. In diesem Zusammenhang ist es uns wichtig, dass einer von uns neben der Betreuung der Lebensgemeinschaft in anderen pädagogischen Bereichen tätig ist. So bekommen die Kinder auch ein Bild von Arbeit präsentiert, dass dem gesellschaftlich üblichen entspricht.


Die Kinder werden ihrem Alter und Entwicklungsstand entsprechend in Entscheidungsprozesse einbezogen und an verschiedene Alltagsaufgaben herangeführt.

Im Vordergrund stehen die Stärken und persönlichen Kompetenzen der Kinder.

Individuelle Ziele ergeben sich aus den Besonderheiten und eventuellen Auffälligkeiten der Kinder und aus dem Bedarf, der auf Hilfekonferenzen festgestellt wird.


4. Betreuung und Betreue

Die Kinder werden in unserer Lebensgemeinschaft rund um die Uhr und rund ums Jahr betreut. Die Betreuung beinhaltet die Aufsicht und Versorgung, Freizeitgestaltung, gesundheitliche Vorsorge und Versorgung, Kontakte zur Herkunftsfamilie, Schule, Kindergarten, Vereinen. In der Regel findet einmal jährlich ein gemeinsamer Urlaub statt.


Betreiber der Lebensgemeinschaft sind Oliver Zielke-Calas geb. 06.11.1962 und Andrea Calas geb. 06.10.1964. Beide sind Erzieher und Sozialpädagogen und haben langjährige Berufserfahrung in verschiedenen Arbeitsfeldern.

Andrea Calas hat Erfahrungen in der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen und Kindern.

Sie arbeitet halbtags für die AWO in einem Integrationsfachdienst. Dabei berät sie schwerbehinderte Menschen und deren Arbeitgeber. Zur Zeit befindet sie sich in einer berufsbegleitenden Ausbildung zur systemischen Beraterin.

Oliver Zielke-Calas hat vor dem Erwerb seiner pädagogischen Qualifikationen eine Ausbildung zum Elektroniker absolviert. Er verfügt über langjährige Berufserfahrung in der Kinder- und Jugendhilfe, sowie in der Familienhilfe und in der Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher. Er war bis zur Tätigkeit in der Lebensgemeinschaft für das Rauhe Haus tätig.


Beide haben wir in unserer beruflichen Laufbahn an diversen Fortbildungen teilgenommen und sind bei dem Jugendhilfeträger Nordlicht e.V. unterstützend tätig.

Wir sind seit 1982 ein Paar, seit 1997 verheiratet und Eltern eines Sohnes.
Regelmäßige Supervision ist selbstverständliche Grundlage der Arbeit.


5. Wohnsituation

Wir wohnen zur Miete in einem 1905 erbauten, dreistöckigen Haus in Alt-Rahlstedt mit ca. 240 Quadratmetern Wohnfläche. Das Haus ist von einem 1300 Quadratmeter großen Garten umgeben, der komplett umzäunt ist. Es gibt insgesamt neun Zimmer, in jeder Etage also drei, sowie drei Bäder und eine Gästetoilette.

Im ausgebauten Dachgeschoss leben die Kinder Michele, Monique und Miriam. Jede hat ein Zimmer für sich, das Badezimmer nutzen die drei gemeinsam.

Im Mittelgeschoss gibt es ein Zimmer, das für sich abgeschlossen ist und ein eigenes Bad hat.

Dieses Zimmer steht z.Zt. noch für eine weitere Belegung zur Verfügung. Außerdem befinden sich dort unser Schlafzimmer, das Kinderzimmer unseres Sohnes und ein weiteres Badezimmer.

Im Erdgeschoss ist ein Wintergarten, den wir zum Essen, Spielen, Malen, Puzzeln usw. nutzen. Daneben gibt es noch zwei weitere Gemeinschaftsräume, die durch ihre unterschiedliche Gestaltung zu verschiedenen Tätigkeiten einladen. Die Kinder können spielen, bauen, Musik hören oder Kickern, es sich auf dem Sofa gemütlich machen etc. Außerdem gibt es einen Keller mit Platz für größere Aktivitäten wie Eisenbahn, Carrerabahn, Schlagzeug oder Klavier spielen.

Im Garten gibt es diverse Spielgeräte und Kletterbäume, sowie Spielzeug und Fahrräder.


6. Umgebung und soziales Umfeld

Alt-Rahlstedt ist ein ruhiger Stadtteil mit viel Grün und von diversen Naturschutzgebieten umgeben. Der Stadtteil besteht zum größten Teil aus Einzelhäusern mit Garten. Fünf Gehminuten entfernt befindet sich eine integrative Grundschule, die sich besonders durch ihre multiprofessionellen Lehrerteams auszeichnet. In der näheren Umgebung gibt es auch alle möglichen weiterführenden Schulen, sowie Kindergärten und Spielplätze. Der Bahnhof Rahlstedt, diverse öffentliche Einrichtungen, Sportvereine und ein Einkaufszentrum sind zehn Minuten entfernt.
In der Nachbarschaft leben einige Familien mit Kindern. Unsere direkten Nachbarn sind unsere Vermieter, die unser Projekt unterstützen. In der Sommerzeit treffen sich Kinder oft in den anliegenden Gärten oder auf den Spielplätzen.



7. Aufnahmen

Unsere Lebensgemeinschaft ist familienanalog gestaltet. Wir haben Platz für vier Kinder oder Jugendliche. Dabei sind Alter und die individuelle Problematik erstmal unerheblich, die Chemie muss stimmen. Das heißt, dass unser Sohn ein gewisses Mitspracherecht hat, sowie die Mädchen, die bei uns z.Zt. betreut werden und natürlich auch das in Betracht kommende Kind bzw. Jugendliche.
Die Betreuung ist auf längere Zeit angelegt.

Familienarbeit mit den Herkunftsfamilien ist Bestandteil unserer Arbeit.

Gern nehmen wir auch ein Kind mit Behinderung bei uns auf, sofern dieses bei unseren räumlichen Bedingungen möglich ist.

Das Alter eines Kindes spielt für uns als Aufnahmekriterium eine untergeordnete Rolle. Wichtiger ist uns, dass es in unser familienähnliches System passt und bereit ist, sich auf uns einzulassen und sich mit den Bedingungen hier zu arrangieren.

Um das herauszufinden, soll es nach einem ausführlichen ersten Gespräch zu einem Probewochenende kommen. Nach dessen Ablauf können dann beide Seiten besser beurteilen und gemeinsam entscheiden, ob ein Zusammenleben vorstellbar ist.