Lebensgemeinschaft Ahrensburg

Die sozialpädagogische Lebensgemeinschaft Ahrensburg

 

1. Zielgruppe

Unser Angebot richtet sich an ein Kind, das Hilfe nach § 34 KJHG braucht und nicht länger in seiner Ursprungsfamilie leben kann oder soll.

 

2. Angebot und Ziele

Ziel ist es, gemeinsam ein förderliches, unterstützendes Alltagsleben in einer Familie zu gestalten. Geregelte Strukturen in einer stabilen und belastbaren Beziehung sind unsere Basis. Wir begegnen unseren Kindern mit Aufmerksamkeit, Wertschätzung und Verbindlichkeit, sie sollen sich aufgehoben und geborgen fühlen. Dies ist die Grundlage, um zu selbständigen, selbstbewussten, gesunden und lebensfrohen Menschen heranzuwachsen.  Dabei vermitteln wir den Kindern die Wertschätzung gegenüber unserer und anderen Kulturen.

Besonders achten wir in unserer Beziehung zu den Kindern auf emotionale Wärme und klare Strukturen. Dabei behalten wir die professionelle Distanz zu dem nach Jugendhilfe aufgenommenen Kind und ermöglichen so eine Auseinandersetzung mit der Herkunftsfamilie ohne diese zu diskriminieren, damit das Kind eine eigene Identität entwickeln kann. Die leiblichen Eltern unterstützen wir bei ihrer Beziehungsgestaltung zum Kind und bieten an, mit ihnen Gespräche zu führen. Wir fördern den regelmäßigen Kontakt zur Herkunftsfamilie, sofern aus mit dem Jugendamt abgestimmter fachlicher Sicht nichts dagegen spricht.

3. Betreuung und Betreuer

Die Kinder werden rund um die Uhr betreut. Wir beaufsichtigen und versorgen sie, achten auf gesundheitliche Vorsorge und Pflege, gestalten die Freizeit gemeinsam und halten Kontakt zur Herkunftsfamilie, zum Kindergarten, der Schule und Vereinen. In der Regel fahren wir einmal jährlich gemeinsam in den Urlaub. Zur selbstverständlichen Grundlage unserer Arbeit gehört regelmäßige Supervision und Intervision mit den anderen Lebensgemeinschaften, die mit Nordlicht e.V. kooperieren. Wie verfügen über eine Ausbildung zum Diplom-Pädagogen mit dem Schwerpunkt „Sonderpädagogik im Grenzbereich zur Kinder- und Jugendpsychiatrie“ bzw. als als Bewegungstherapeutin.

4. Wohnen

Wir leben in einer 2005 erbauten Doppelhaushälfte mit 150qm Wohnfläche und Garten.  Im Erdgeschoss befinden sich Wohnküche, Gästebad mit Dusche, zwei Abstellräume und ein großes Wohnzimmer. Im Obergeschoss haben wir unser Schlafzimmer sowie das „Pflege“- Kind -Zimmer. Außerdem gibt es ein Büro/ Gästezimmer. Auf der Etage ist auch ein großes Bad mit Dusche und Badewanne.

5. Umgebung und soziales Umfeld

Ahrensburg-Hagen ist ein sehr ruhiger Stadtteil. Die schöne, überwiegend aus Einzelhäusern bestehende Siedlung befindet sich in unmittelbarer Nähe von Wald und Feldern.  Die Kindergärten sind schnell zu erreichen und die Grundschule befindet sich 2 Minuten entfernt.  Auf dem Gelände der Schule wurde ein neuer Spielplatz errichtet, der auch außerhalb der Schulzeiten genutzt werden kann.  Ein Sportverein und der dazu gehörige Fußballplatz sind in wenigen Minuten mit dem Fahrrad zu erreichen.  Angrenzend wurde im Jahr 2006 ein Jugendzentrum eröffnet, das viele Freizeitgestaltungsmöglichkeiten  anbietet.  Einkaufsmöglichkeiten und weitere Schulen sind mit dem Bus zu erreichen.

6. Verkehrsverbindung

Eine Bushaltestelle ist in 3 Minuten zu Fuß zu erreichen. Die U-Bahn (U1) benötigt 14 Minuten bis Hamburg-Farmsen, die S-Bahn (R10) braucht 7 Minuten bis Hamburg-Rahlstedt.

7. Aufnahmen

Das Alter und die individuelle Problematik des aufzunehmenden Kindes sind für uns unerheblich. Unser eigenes Kind ist mit der Idee eines neuen Mitbewohners einverstanden. Wichtig ist uns, dass das Kind in unsere Familie passt.  Wir müssen alle bereit sein, uns aufeinander einzulassen und uns mit den Bedingungen und Vorgaben zu arrangieren. Dieses lässt sich nach ausführlichen ersten Gesprächen nur in gemeinsamem Kontakt, zum Beispiel über ein Wochenende, herausfinden.  Danach können alle Beteiligten eher entscheiden, ob ein Zusammenleben gewagt werden sollte.

8. Zusammenarbeit

Die Aufnahme eines Kindes geschieht in enger Zusammenarbeit mit dem ASD. An erforderlichen Hilfeplangesprächen werden wir teilnehmen und über den Verlauf der Hilfe berichten. Sollte es besondere Vorkommnisse geben, gibt es Informationen und Absprachen mit den zuständigen Jugendamtmitarbeitern.