MuTiger

Rahmenbedingungen

Rechtliche Grundlage: §§27/29 SGBVIII, beantragt
Zielgruppe: Mädchen und Jungen im Alter von 7-12 Jahren, mit subklinischen und leichten bis mittleren Angststörungen (soziale Ängste, generalisierte Angststörung, Phobien und Leistungsängste), sozial unsichere und depressive Kinder mit Problemen der sozialen Kompetenz, mit Mobbingerfahrungen in Schulen, sowie deren Eltern.
Trainingsgruppe: 6 Mädchen und Jungen, und deren Eltern
Leitung der Gruppe: 2 TherapeutInnen
Trainingsdauer: ca. 17 Wochen, 10 Trainingsstunden, einmal wöchentlich 90 min. für Kinder, 30 min. für Eltern. (mindestens) eine einzeltherapeutische Beratung, 2 Elternabende, vorangehend Diagnostik und Auswahlverfahren
Beginn: zunächst bei ausreichender Anmeldezahl
Anmeldung: Die Anmeldung kann jederzeit durch das beiliegende Anmeldeformular erfolgen. Wir laden dann umgehend zum Aufnahmegespräch ein.
Ausschlusskriterien: Schwere Emotional- oder sonstige kinderpsychiatrische Störungen, große familiäre Probleme, Lernbehinderung

Ziele

Unser Ziel ist es, Kinder zwischen 7 und 12 Jahren mit leichten bis mittleren Angststörungen, sozialer Unsicherheiten und wenig Selbstvertrauen zu stärken. Es soll die Bewältigung von Ängsten und das Erlernen sozialer Fertigkeiten kindgerecht und kreativ vermitteln werden. Die Eltern sollen aktiv am Veränderungsprozess mitwirken und in ihrer Erziehungskompetenz gestärkt werden:

 

Ziele für die Kinder:

  • Förderung sozial kompetenten und angstfreien Verhaltens in einer Gruppe
  • Förderung individueller Fertigkeiten (individuelle Ängste abbauen)
  • Förderung von Empathie (sich besser in andere Menschen hineinversetzten können)
  • Förderung von Selbstvertrauen und Selbsteffektivität (Erfolgserlebnisse herbeiführen)
  • Transfer in den Alltag durch entsprechende Hausaufgaben Ziele für die Eltern:
  • Verbesserung der Eltern-Kind Beziehung (Eltern und Kind als „Team“ zur Bewältigung von Unsicherheit und Ängsten)
  • Stärkung der Erziehungskompetenzen (Ressourcen der Eltern aktivieren)
  • Erfahrungsaustausch der Eltern in der Gruppe (zur Entlastung und Steigerung der Motivation)

 

Trainingsprozess

Das Training verläuft in folgenden Phasen:

Stunden 1-3: Erkennen und Ausdruck von Emotionen

Im Vordergrund steht zunächst der Aufbau einer sicheren und wertschätzenden Gruppenatmosphäre mit klaren Regeln und Strukturen.Der gegenseitige Umgang ist von Respekt und gegenseitigen Blickkontakt geprägt. Das Sprechen vor der Gruppe wird geübt und nonverbale De- und Enkodierung von Emotionen erlernt. Anhand von Übungen wird der verbale Ausdruck von Emotionen gefördert und eine Stärkung der Fremd- und Selbstwahrnehmung erzielt. Den Teilnehmern sollen eigene Ängste bewusst werden, und ein kreativer Umgang mit Gefühlen ermöglicht werden. Die Kinderstunden und die wöchentliche Elternarbeit folgen dabei jeweils einem festen Schema und bauen aufeinander auf. Durch regelmäßige Hausaufgaben für Eltern und Kinder soll der Lernprozess unterstützt werden.

 

Stunden 4-6: Identifikation und Modifikation negativer Kognitionen

In dieser Phase werden anhand von Rollenspielen Misserfolgserfahrungen und Mobbingerfahrungen im Schulalltag thematisiert. Durch die Einübung konkreter lösungsorientierter Bewältigungsstrategien und Vermeidung von Opferrollen soll durch den Transfer in den Alltag eine Motivationssteigerung erreicht werden.

 

Stunden 7-10: konkrete Bewältigung von Angst, Trauer und Aggression

Wir trainieren eine verbesserte Wahrnehmung von eigenen und fremden Stärken und Bewältigungsstrategien zum Umgang mit Angst, Trauer und Aggression. Hierbei sollen Zusammenhänge zwischen eigenem Verhalten und Reaktionen anderer positiv erlebt werden.

 

Einzelgespräche und Elternabende:

Neben den Anliegen der Eltern, können in den Einzelgesprächen auch systemisch-familientherapeutische Sichtweisen der TherapeutInnen und weitere Maßnahmen in Hinblick der Angstproblematik des Kindes geplant werden. Elternabende und wöchentliche Elternarbeit sollen das therapeutische Vorgehen transparent und nachvollziehbar machen. Die Empathie der Eltern, für das Kind wird gefördert, die Erwartungen der Eltern reflektiert und innerhalb der Gruppe eine Entlastung der Eltern erreicht.

Anmeldung

Hier bitte anmelden für MuTiger

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